Über die YOG

Seit 2010 erhalten junge Sportlerinnen und Sportler im Alter von 14 bis 18 Jahren die Möglichkeit, an den Youth Olympic Games (YOG) – den Olympischen Jugendspielen – zum ersten Mal in ihrer Karriere olympische Erfahrungen zu sammeln. Jeweils im Zweijahresrhythmus finden abwechselnd Sommer- und Winterspiele statt. Vom Aufbau und Ablauf her gleichen die YOG den Olympischen Spielen der Elite. Jede Austragung wird mit einer Feier eröffnet, an der das olympische Feuer entzündet wird und alle Delegationen, angeführt von einem Fahnenträger, ins Stadion einmarschieren. Mit dem Erlöschen der olympischen Flamme anlässlich der Schlusszeremonie gehen die Spiele zu Ende. Auf dem Wettkampfprogramm der Sommer- und Winterspiele stehen auch überwiegend die gleichen Sportarten wie an den Olympischen Spielen der Elite. Einziger Unterschied: An den YOG werden teilweise spezielle Disziplinen und Wettkampfformen angeboten.

Mit den YOG will das Internationale Olympische Komitee (IOC) junge Menschen aus allen Kontinenten durch sportliche Wettkämpfe auf Weltklasseniveau zusammenbringen. Im Vordergrund steht jedoch nicht allein der Kampf um die Medaillen: Der Anlass dient den Teilnehmenden auch dazu, die olympischen Werte Höchstleistung, Freundschaft und Respekt kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen. Im Rahmen eines Kultur- und Bildungsprogramms haben die jungen Athletinnen und Athleten zudem Gelegenheit, an Workshops zu Themen wie Olympismus, sozialer Verantwortung und gesundem Lebensstil teilzunehmen oder Gespräche mit aktuellen und ehemaligen Topathleten zu führen.

Die Schweiz und die YOG

Swiss Olympic misst den YOG als Ausbildungsanlass im Nachwuchsbereich eine hohe Bedeutung zu. Auf dem Weg an die absolute Weltspitze braucht es neben Wettkampferfahrung auch die Fähigkeit, im entscheidenden Moment die beste Leistung abzurufen. Die Olympischen Jugendspiele mit ihrer speziellen Atmosphäre bilden für Nachwuchsathleten eine ideale Plattform, um sich das nötige Rüstzeug für eine erfolgreiche Zukunft anzueignen.

Wer an den YOG dabei sein will, muss zunächst innerhalb einer bestimmten Zeitspanne die Selektionskriterien erfüllen, die Swiss Olympic im Vorfeld jeder Austragung in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Verbänden erarbeitet. Der Selektionsausschuss von Swiss Olympic entscheidet dann definitiv, welche jugendlichen Sporttalente die Schweiz an den YOG vertreten. In der noch jungen Geschichte des Sportanlasses konnten die Schweizer Delegationen sowohl an den Sommer- als auch an den Winterspielen bereits mehrere Erfolge feiern (siehe Chronologie unten).

Chronologie der YOG

1998 
Der Österreicher Johann Rosenzopf bringt erstmals die Idee vor, Olympische Jugendspiele durchzuführen. Da der Terminkalender junger Athletinnen und Athleten bereits relativ stark ausgelastet ist, will das IOC zunächst keine neue internationale Sportveranstaltung einführen. 

2007 
Die Olympischen Jugendspiele werden doch noch Realität: Das IOC beschliesst anlässlich der 199. IOC-Session in Guatemala-Stadt die Einführung der YOG.

2010
In Singapur werden erstmals die Youth Olympic Summer Games ausgetragen. Die Nachwuchstalente der Schweizer Delegation gewinnen vier Medaillen (1 x Gold, 1 x Silber, 2 x Bronze). 

2012
Zum ersten Mal finden im österreichischen Innsbruck die Youth Olympic Games für Wintersportlerinnen und –sportler statt. Die Schweiz holt insgesamt neun Medaillen – vier goldene und fünf bronzene.

2014
Die chinesische Stadt Nanjing ist zweiter Austragungsort der Youth Olympic Summer Games. Die Schweiz gewinnt vier Medaillen (3 x Gold, 1 x Silber).

2016
Fünf Mal Gold, drei Mal Silber und vier Mal Bronze – das Swiss Olympic Youth Team zeigt an den Olympischen Jugendspielen in Lillehammer eine starke Leistung. 

2018
Die dritten Youth Olympic Summer Games finden vom 6. bis am 18. Oktober in Buenos Aires, Argentinien, statt.

2020
Mit «Lausanne 2020» wird die Schweiz zum ersten Mal Austragungsort der Olympischen Winterjugendspiele.