Swiss Olympic verzichtet auf die Teilnahme am EYOF 2017 in Erzurum

Ittigen, 3. November 2016. Am European Youth Olympic Festival 2017, das vom 11. bis 18. Februar 2017 in Erzurum (Osttürkei) stattfindet, nehmen keine Athletinnen und Athleten aus der Schweiz teil. Swiss Olympic erachtet die Entsendung einer Delegation aufgrund der politischen Situation in der Türkei als zu riskant.

Swiss Olympic hat nach reiflicher Überlegung, diversen Abklärungen und auch aufgrund der Bedenken der involvierten Wintersportverbände entschieden, keine Athletinnen und Athleten und Betreuungspersonen an das European Youth Olympic Festival (EYOF) in Erzurum (Osttürkei) zu schicken. Grund ist die politische Situation in der Türkei und die damit verbundene Sorge um die jungen Schweizer Sportlerinnen und Sportler. In Anbetracht  der innenpolitischen Spannungen und den bewaffneten Konflikten in den Nachbarländern Syrien und Irak hat das Eidgenössische Departement für Auswärtige Angelegenheiten eine Reisewarnung für den Osten und Südosten der Türkei ausgesprochen und empfiehlt darin insbesondere, grössere Menschenansammlungen zu meiden. «Unter den gegebenen Voraussetzungen erachtet Swiss Olympic die Entsendung einer Delegation nach Erzurum als zu riskant und kann die Verantwortung für die Athletinnen und Athleten auch gegenüber deren Eltern nicht übernehmen», sagt Swiss-Olympic-Präsident Jörg Schild.

Der Entscheid von Swiss Olympic, auf die Teilnahme am EYOF zu verzichten, betrifft rund 40 Athletinnen und Athleten in den Sportarten Ski alpin, Ski nordisch, Snowboard, Eiskunstlauf und Eishockey sowie etwa gleich viele Betreuungspersonen. Die betroffenen Wintersportverbände sowie die ebenfalls befragten olympischen Mitgliedsverbände von Swiss Olympic unterstützen den Verzicht. Swiss Curling hatte die Teilnahme am EYOF 2017 bereits vor einigen Tagen von sich aus abgesagt. Neben Swiss Olympic hat bisher auch das Österreichische Olympische Comité entschieden, auf  die Teilnahme am EYOF 2017 zu verzichten.