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Neun Medaillen für die Schweiz an den Olympischen Jugend-Winterspielen

Ittigen, 23. Januar 2012. Die Schweizer Delegation hat an den ersten Olympischen Jugend-Winterspielen in Innsbruck neun Medaillen geholt. Vier gingen auf das Konto der alpinen, zwei auf jenes der Freestyle-Skifahrer, zwei Medaillen holten die Curler und eine die Snowboarder. Damit belegt die Schweiz Rang elf in der Nationenwertung.

Die Schweizer Delegation hat an den «Youth Olympic Games» (YOG) in Innsbruck überzeugt: 20 der insgesamt 26 Schweizer Athletinnen und Athleten erreichten mindestens eine Platzierung in den Top 8 und jeder dritte selektionierte Athlet gewann eine Medaille. Grosse Abräumer aus Schweizer Sicht waren der Bündner Skifahrer Sandro Simonet mit einer goldenen und zwei bronzenen Auszeichnungen sowie Curler Michael Brunner mit zwei Goldmedaillen.

«Am Tag X bereit sein»

Nach Einschätzungen der Nachwuchstrainer, die in Innsbruck die Athletinnen und Athleten betreuten, haben viele von ihnen ihr Potenzial im Wettkampf abrufen können. Die zahlreichen, gegen starke internationale Konkurrenz erreichten Top-8-Plätze belegen dies. «Von den einzelnen Athletinnen und Athleten verlangten wir, am Tag X bereit zu sein und die YOG für das Sammeln von wertvollen Erfahrungen zu nutzen», sagt Isabelle Bossi, Chef de Mission in Innsbruck. «Diese Erwartung haben die meisten erfüllt.» Nun gelte es, die Leistungen in den kommenden Wochen im Detail zu analysieren. Bereits jetzt könne man festhalten, dass die Schweiz im Nachwuchsbereich generell mit der Weltspitze mithalten könne, so Bossi.

Wenig fehlte zum Ziel Top 8

Trotz der gezeigten guten Leistungen verpasste das Schweizer Team das Ziel eines Top-8-Platzes im Nationenranking nach Anzahl Medaillen. Gian Gilli, Sports Director von Swiss Olympic, möchte das nicht überbewerten: «Wie für die Olympischen Winterspiele haben wir auch für die YOG die Top 8 als Ziel vorgegeben, weil im Nachwuchsbereich die Vergleichswerte bislang fehlten.» Nur wenig habe zur Erreichung des Ziels gefehlt, betont Gilli. Nachdem nun im Sommer wie im Winter erstmals Olympische Jugendspiele ausgetragen worden sind, wird Swiss Olympic in enger Zusammenarbeit mit den Verbänden deren künftige Bedeutung für den Nachwuchssport in der Schweiz analysieren und die Zielsetzung gegebenenfalls anpassen.

Nationenklassement nach Anzahl Medaillen*:

1. Russland 19 (5/5/9)
2. Deutschland 18 (9/7/2)
3. China 17 (8/5/4)
4. Japan 17 (3/5/9)
5. Südkorea 15 (7/4/4)
6. Österreich 14 (6/4/4)
7. Frankreich 11 (2/2/7)
8. Norwegen 10 (2/6/2)
9. USA 10 (3/3/4)
10. Kanada 10 (2/1/7)
11. Schweiz 9 (4/0/5)
*inkl. länderübergreifende Wettkämpfe

Die Schweizer Medaillengewinner:

Gold: Kai Mahler (Fischenthal), Ski Halfpipe
Gold: Sandro Simonet (Tiefencastel), Ski alpin Slalom
Gold: Michael Brunner, Elena Stern, Romano Meier, Lisa Gisler, Curling-Team
Gold: Michael Brunner (Ehrendingen), Curling Mixed-Doppel
Bronze: Sandro Simonet (Tiefencastel), Ski alpin Super-Kombination
Bronze: Sandro Simonet (Tiefencastel), Ski alpin Riesenslalom
Bronze: Jasmina Suter (Stoos), Ski alpin Riesenslalom
Bronze: David Hablützel (Zumikon), Snowboard Slopestyle
Bronze: Emilie Benz (Davos), Skicross

Die weiteren Schweizer Platzierungen in den Top 8:

4.: Jasmina Suter (Stoos), Ski alpin Slalom
4.: Celia Petrig (Trachslau), Snowboard Slopestyle
4.: Aita Gasparin, Nadine Fähndrich, Kenneth Schöpfer, Jason Rüesch, Langlauf/Biathlon Mixed Staffel
5.: David Hablützel (Zumikon), Snowboard Halfpipe
5.: Sacha Berger (Oberrieden), Skeleton
5.: Ian Gut, Sandro Simonet, Jasmina Suter, Ski alpin Teamwettkampf
5.: Tina Stürzinger (Erlenbach), Eiskunstlauf Mixed-Team
6.: Alexia Bonelli (Leysin), Ski Halfpipe
7.: Luana Flütsch (St.Antönien), Ski alpin Super-Kombination
7.: Nadine Fähndrich (Eigenthal), Langlauf-Sprint
8.: Christian Maag (Wernetshausen), Rodeln
8.: Tina Stürzinger (Erlenbach), Eiskunstlauf
8.: Luana Flütsch (St.Antönien), Ski alpin Riesenslalom