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Fahnenträgerin Lisa Rüedi in Lillehammer

Olympische Jugendspiele 2016 - los geht’s in Lillehammer!

Ittigen, 12. Februar 2016. Heute beginnen in Lillehammer (Norwegen) die zweiten Winter Youth Olympic Games. Unter den rund 1100 Athletinnen und Athleten aus 71 Ländern befinden sich 48 Sportlerinnen und Sportler aus der Schweiz. Wie ihre Kollegen aus der ganzen Welt sollen sie an den Olympischen Jugendspielen in Lillehammer nicht ausschliesslich um Medaillen kämpfen, sondern auch wertvolle Erfahrungen abseits der Sportanlagen sammeln.

Mit der Eröffnungsfeier auf dem Gelände der Skisprunganlage «Lysgårdsbakken» werden heute Abend die Winter Youth Olympic Games (YOG) in Lillehammer (Norwegen) lanciert.  Bis am 21. Februar kämpfen 1100 junge Athletinnen und Athleten aus 71 Ländern um die 70 Medaillensätze. Dabei sollen auch neue Disziplinen wie etwa Monobob und die Single-Mixed-Staffel im Biathlon für Spektakel sorgen. Die Schweiz ist mit 48 Sportlerinnen und Sportlern in Norwegen vertreten. Angeführt wird die Delegation an der Eröffnungsfeier von Lisa Rüedi. Die Capitaine des Eishockeyteams der Frauen wurde zur Schweizer Fahnenträgerin erkoren. «Das Schweizer Frauen-Eishockeyteam hat an den Olympischen Spielen in Sotschi gezeigt, dass sich diese Sportart in der Schweiz im Aufschwung befindet. Wir sind überzeugt, dass auch unsere Nachwuchsequipe auf dem Weg in die Weltspitze ist und freuen uns, dass ein Mitglied dieser Mannschaft die Schweizer Fahne trägt», sagt Isabelle Bossi, Chef de Mission des Swiss Olympic Youth Teams in Lillehammer.

Sport, aber auch Wertevermittlung

Die Youth Olympic Games wurden auf Initiative des ehemaligen Präsidenten des IOC, dem Belgier Jacques Rogge, ins Leben gerufen und sollen es jungen Sportlerinnen und Sportlern zwischen 14 und 18 Jahren ermöglichen, erste Olympiaerfahrungen zu sammeln. Nach Innsbruck 2012 findet in Lillehammer die zweite Austragung der Winter-YOG statt.  «Die Teilnahme an einem internationalen Multisportanlass ist ein prägender Meilenstein in der Karriere unserer Nachwuchsathleten», sagt Isabelle Bossi.

Gerade so wichtig wie die Duelle auf der Piste, auf der Loipe, im Eiskanal usw. ist es für die YOG-Athletinnen und –Athleten, die olympischen Werte Höchstleistung, Freundschaft und Respekt kennenzulernen und zu leben. Im Rahmen des Kultur- und Bildungsprogramms «Learn and share» erhalten die Teilnehmenden zudem die Gelegenheit, an Workshops zu Themen wie Olympismus, sozialer Verantwortung und gesundem Lebensstil teilzunehmen und Gespräche mit aktuellen und ehemaligen Topathleten zu führen. Für die Schweiz sind in Lillehammer 2016 die beiden Olympia-Medaillengewinner Stéphane Lambiel (Eiskunstlauf/Silber in Turin 2006) und Dominique Gisin (Ski alpin/Gold in Sochi 2014) als sogenannte «Athletes Role Models» im Einsatz.

Erfahrungen sammeln im Hinblick auf Lausanne 2020

Eine Reise nach Lillehammer unternimmt in diesen Tagen auch eine Delegation von Swiss Olympic um Präsident Jörg Schild. Ausserdem werden sich an den Youth Olympic Games 2016 auch die Vertreter des Organisationskomitees der nächsten Winter-YOG umsehen, die 2020 in Lausanne stattfinden. Sie wollen im Austausch mit den Veranstaltern und dem IOC wichtige Erfahrungen sammeln im Hinblick auf den Grossanlass in vier Jahren im Waadtland.