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Betschart/Eiholzer mit perfekter Woche Betschart/Eiholzer mit perfekter Woche

(Si) Nach Schützin Heidi Diethelm Gerber und Turnerin Giulia Steingruber gewannen am Samstag in Baku auch Nina Betschart und Nicole Eiholzer Gold. Die zwei Zugerinnen blieben an den Europa-Spielen ohne Niederlage und siegen im Final gegen das österreichische Duo.

Gegen Lena Plesiutschnig und Katharina Schützenhofer, beide ebenfalls erst 21 Jahre alt, setzten sich die zwei 19-jährigen Zentralschweizerinnen unter den Augen Steingruber und Diethelm Gerber im dritten Satz 15:13 durch. Zwischenzeitlich waren Betschart/Eiholzer im Tiebreak 1:5 und 9:12 zurückgelegen. «Wir haben immer an den Sieg geglaubt und versucht, Punkt für Punkt zu nehmen», sagte Nina Betschart. «Wir waren teils stark unter Druck, aber zum Glück behielten wir das bessere Ende für uns», freute sich Nicole Eiholzer. Durch diese späte Wende im wichtigsten Moment hat das Schweizer Duo alle sieben Spiele in der aserbaidschanischen Hauptstadt gewonnen.

Es waren zwar die Österreicherinnen gewesen, die in allen drei Sätzen den besseren Start erwischten. Aber wie später im dritten vermochten die Schweizerinnen auch den ersten Satz trotz eines 1:6-Rückstands noch zu drehen. Satz 2 wurde dazwischen mit 21:14 eine deutliche Angelegenheit zugunsten von Plesiutschnig/Schützenhofer.

Im Halbfinal souverän

Im Halbfinal hatten Betschart/Eiholzer, die ihre erste Saison als Profi auf der World Tour bestreiten, gegen das italienische Duo Laura Giombini/Giulia Toti über weite Strecken dominiert. Nach dem 21:11 zum Auftakt führten die Zentralschweizerinnen auch im zweiten Satz schnell wieder 11:6 und 14:10. Danach aber drehten die routinierten Italienerinnen plötzlich auf und vergaben gar zwei Satzbälle. Kurze Zeit später grub Betschart einen Angriffsball von Toti aus und Eiholzer verwertete gleich den ersten Matchball.

Kurs auf eine Medaille nehmen in Baku auch Alexei Strasser und Gabriel Kissling. Das Duo qualifizierte sich in der K.o.-Runde mit zwei Siegen für die Halbfinals vom Sonntag. In diesem treffen Strasser/Kissling auf die Russen Dimitri Barsuk und Jaroslaw Koschkarew. Für Sébastien Chevallier und Marco Krattiger war hingegen im Viertelfinal Endstation.