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Die Winter-Universiade 2021 findet in der Zentralschweiz statt

(sda) 2021 findet zum zweiten Mal nach 1962 eine Winter-Universiade in der Schweiz statt. Die Kandidatur Luzern-Zentralschweiz erhielt in Brüssel vom Exekutivkomitee des internationalen Hochschulsport-Verbandes FISU die Zusage für die 30. Auflage des Anlasses.

Die alle zwei Jahre stattfindende Universiade gilt nach den Olympischen Spielen als zweitgrösster Multi-Sportanlass im Winter. Rund 1600 Athleten im Alter von 17 bis 28 Jahren sowie fast ebenso viele Betreuer und Offizielle aus 50 Nationen werden erwartet. An Universiaden sind nur Sportlerinnen und Sportler zugelassen, die an einer Universität oder einer Fachhochschule eingeschrieben sind. Die bisher einzige Winter-Universiade in der Schweiz hat 1962 in Villars stattgefunden.

Motto «Welcome home»

Jörg Schild, der Präsident von Swiss Olympic, sprach in Anspielung auf die Olympischen Winter-Jugendspiele, die 2020 in Lausanne ausgetragen werden, von «einzigartigen Plattformen für den Schweizer Sport». Die Anlässe würden auch die Nachwuchsentwicklung fördern. Auch Botschafterin Patrizia Kummer freute sich. Als «genial» bezeichnete die Snowboard-Olympiasiegerin, die 2015 auch an der Universiade triumphierte, den Zuschlag.

Der Generalsekretär der FISU, Eric Saintrond, zeigte sich überzeugt, dass die Spiele zum Erfolg würden. Die Schweiz habe viel Expertise im Wintersport. Zudem existierten bereits alle nötigen Anlagen. «Die Kandidatur hat uns überzeugt», so Saintrond.

Die Schweizer Kandidatur, die unter dem Motto «Welcome home» steht, war die einzige für 2021. 2017 und 2019 finden die Winter-Universiaden in Kasachstan, respektive Russland statt. Die letzten Wettkämpfe 2015 wurden in der Slowakei und Spanien ausgetragen.

Gemeinsames Projekt

Die Universiade in fünf Jahren ist ein gemeinsames Projekt der sechs Zentralschweizer Kantone Luzern, Zug, Uri, Schwyz, Obwalden und Nidwalden. Als Host-City tritt die Stadt Luzern auf. Die Bewerbung setzte auf die Schlagworte Nachhaltigkeit, Knowhow und Tradition. Als Wettkampforte vorgesehen sind nebst Luzern (Eiskunstlauf, Eisschnelllauf, Shorttrack) auch Andermatt/Realp (Biathlon), Einsiedeln (Langlauf), Engelberg (Curling, Ski Freestyle, Snowboard), Stoos (Ski alpin), Sursee (Eishockey Frauen) und Zug (Eishockey Männer und Frauen). Die Kosten für die Durchführung werden auf 33,5 Millionen Franken geschätzt. Je rund 13 Millionen davon sollen der Bund und die beteiligten Kantone beisteuern. Die Promotoren erhoffen sich vom Grossanlass eine Brutto-Wertschöpfung von gegen 70 Millionen Franken.