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Zeitmilitär-Spitzensportler treffen den Chef der Armee

Athletinnen und Athleten sind mit der Sportförderung der Armee zufrieden. Das kam am ersten gemeinsamen Treffen der 18 Zeitmilitär-Spitzensportlerinnen und -Spitzensportler mit Armeechef André Blattmann in Magglingen zum Ausdruck. Vertreter von Verbänden und Swiss Olympic verhehlten indes nicht, dass die Unterstützung noch grösser sein dürfte.

Die Spitzensportförderung der Armee mit den drei Gefässen Spitzensport-RS, Spitzensport-WK und Zeitmilitär-Spitzensportler ist ein wichtiger Pfeiler für die Unterstützung des Leistungssports in der Schweiz. Bei der Podiumsdiskussion im Rahmen des Treffens mit dem Armeechef stellten sich Korpskommandant André Blattmann und vier Zeitmilitär-Spitzensportler den Fragen von Moderator Bernhard Schär. «Für mich ist es ein Privileg, dass ich eine solche Zeitmilitär-Stelle habe», sagte Mario Gyr, einer der Weltmeister aus dem Leichtgewichts-Vierer ohne. Er sei stolz und verpflichte sich gerne, als Gegenleistung für diese finanzielle Unterstützung für die Armee Werbung zu machen. Auch Jolanda Neff sagte, dass es die «richtige Entscheidung» gewesen sei, dass sie die Spitzensport-RS in Angriff genommen habe. «Und dass man mir nachher eine Zeitmilitär-Spitzensportlerstelle angeboten hat, gab mir Vertrauen und zeigte mir, dass man an mich glaubt», so die letztjährige Mountainbike-Weltcup-Gesamtsiegerin. Die Zeitmilitär-Spitzensportler sind von der Armee ganzjährig über vier Jahre (Olympia-Zyklus) mit 50 Prozent Lohn angestellt und sind militärversichert.

Die Vertreter von den Verbänden und von Swiss Olympic zeigten sich erfreut über die für sie sehr wichtige Unterstützung durch die Armee, monierten aber, dass diese noch grösser sein könnte. So sagte Christian Stofer, Direktor von Swiss Rowing: «Mit der Unterstützung durch die Armee bin ich sehr zufrieden. Es wäre aber gut, wenn man sie noch weiter entwickeln könnte, so dass es in Zukunft mehr Zeitmilitär-Stellen geben würde.»

In dieselbe Kerbe hieb Swiss-Olympic-Direktor Roger Schnegg. «Die Zusammenarbeit mit der Armee und mit Magglingen ist für die Verbände sehr gut», so Schnegg. «Von der finanziellen Unterstützung her hoffen wir, dass der Bund mit den Kantonen mitzieht.» Diese haben erst letzte Woche die jährliche Unterstützung für Swiss Olympic um 15 Milllionen Franken pro Jahr erhöht.

«Es ist super, dass wir solche Athleten haben», sagte der Armeechef André Blattmann. «Ich freue mich, dass wir sie unterstützen können.» Er betonte aber auch, dass es ein Geben und Nehmen sei. Er rief die Athletinnen und Athleten wie auch deren Verbände dazu auf, zu zeigen, dass sie von der Armee unterstützt werden. Was den Ausbau der Zeitmilitär-Spitzensportlerstellen betrifft, zeigte er sich zurückhaltend. «Im Rahmen des Stabilisierungsprogramms muss ich 400 Stellen abbauen, aber im Sport werde ich das sicher nicht tun», so Blattmann, der sich in Magglingen rundum zufrieden zeigte. «Jetzt, wo ich die Sportler näher kennengelernt habe, werde ich künftig noch mehr mitfiebern.» (vbs/sda)