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Heyer/Chevallier in den Achtelfinals

Unterschiedliche Schweizer Emotionen auf dem Centre Court des Beachvolleyballs: Während Sascha Heyer/Sébastien Chevallier dank ihrem zweiten Sieg den frühzeitigen Achtelfinal-Einzug bejubelten, mussten Simone Kuhn/Nadine Zumkehr die erste Niederlage einstecken.

Heyer/Chevallier setzten sich gegen die Russen Konstantin Semenow/Sergej Prokopjew nach hartem Kampf 28:26, 18:21, 15:13 durch. Vor dem abschliessenden Gruppenspiel können sie damit nicht mehr von den ersten beiden Plätzen der Gruppe C verdrängt werden. Im letzten Spiel am Mittwoch gegen die ebenfalls noch ungeschlagenen Deutschen Julius Brink/Jonas Reckermann geht es um den Gruppensieg und damit um eine bessere Setzposition in der K.o.-Phase.

«Wir wissen, wie es ist unter Druck zu spielen»

Showman Heyer und Youngster Chevallier, die dank ihrer begeisternden Spielweise auch das Publikum im erneut vollen Stadion auf dem Horse Guards Parade hinter sich wussten, hatten die Olympia-Qualifikation erst im allerletzten Moment geschafft und stehen nun als erstes der drei Schweizer Beachvolleyball-Duos in London im Achtelfinal. «So knappe Spiele wie heute hatten wir in den letzten Monaten oft. Ich glaube, das macht uns nun stark, weil wir wissen, wie es ist unter Druck zu spielen», freute sich Heyer.

Als Ausrede wollte sie die angesprochene Nervosität aber keineswegs gelten lassen. Steingruber bereute auch keinen Moment, die riskante Premiere gewagt zu haben: «Eigentlich kann ich es ja. Und mit einer Schraube wäre es knapp geworden.»

Kuhn/Zumkehr mit erster Niederlage

Gegen die Chinesinnen, die vor vier Jahren in Peking die Bronzemedaille gewonnen hatten, waren Kuhn/Zumkehr nahe dran, den Exploit zu wiederholen. Am Schluss reichte es nicht ganz: Sie verloren gegen das als Nummer 2 gesetzte Duo knapp in drei Sätzen (18:21, 21:16, 5:18). «Gerade weil wir so nahe dran waren, tut die Niederlage weh», ärgerte sich Nadine Zumkehr. Die Schweizerinnen vergaben den durchaus möglichen Sieg in erster Linie am Ende des ersten und am Anfang des dritten Satzes. In Durchgang 1 gaben sie einen Drei-Punkte-Vorsprung (15:12) noch aus der Hand, und im Tiebreak gerieten sie gleich 1:4 in Rückstand. «Dies hat uns das Genick gebrochen», so Zumkehr. Im zweiten Satz hatten sie die 15:12-Führung dagegen nach Hause gebracht.

Zwei Siege für Roger Federer

Im Einzel zog der Weltranglisten-Erste durch ein 6:2, 6:2 gegen Julien Benneteau in den Achtelfinal ein, im Doppel überstand er mit Stanislas Wawrinka mit Mühe die Startrunde. Nach eher unnötig verlorenem Startsatz bekamen sie die phasenweise spektakuläre Partie gegen die agilen und reflexstarken Japaner immer besser in den Griff und servierten schliesslich nach mehr als zwei Stunden zum Sieg.

Morgen treffen Federer und Wawrinka im vierten Spiel des Tages auf die erfahrenen Israeli Jonathan Erlich/Andy Ram, die tendenziell eher stärker einzustufen stärker sind als die Japaner. Federer erwartet eine andere Spielphysiognomie: «Wir werden nicht mehr so viele Chancen erhalten, ich rechne eher mit einem klassischeren Doppel. Da ich im Einzel kein Spiel habe, werde ich mich noch etwas besser vorbereiten können.»

Kein Exploit von Tiffany Géroudet

Für Tiffany Géroudet endete Olympia im Degen-Einzel der Frauen in den Achtelfinals. Die Linkshänderin aus Sion verlor gegen die noch nicht 20-jährige chinesische Weltranglistenerste und nachmalige Bronze-Gewinnerin Yujie Sun mit 10:15. Olympiasiegerin wurde die Ukrainerin Jana Schmemjakina. (Si)