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Fabian Frei im Zweikampf gegen Alexander Ndoumbou.

Kein unproblematischer Schweizer Olympia-Start

In Unterzahl musste sich die Schweiz bei Olympia-Auftakt gegen Gabun mit einem 1:1-Remis begnügen. Die SFV-Auswahl führte dank einem Penalty-Treffer Mehmedis früh (5.), ehe sie aus Eigenverschulden in Schwierigkeiten geriet.

Die Prognose, wonach die zwei Viertelfinal-Plätze in der Gruppe B wohl erst am letzten Spieltag endgültig vergeben werden, hat sich bewahrheitet. Südkorea drängte die von vielen Experten zum Turnierfavoriten erklärten Mexikaner beim 1:1 an den Rand einer Niederlage. Und ob die Schweizer Bonuspunkte vergeben haben, wird sich bereits am Sonntag im Duell gegen die Asiaten weisen.

«Das Resultat ist gerecht»

«Das Resultat ist gerecht», äusserte sich Pierluigi Tami zu einem aus seiner Sicht bestimmt nicht befriedigenden Abend in Newcastle diplomatisch. «Wir hatten taktisch Mühe. Ich habe auch gute Dinge gesehen.» Captain Diego Benaglio liess die Beobachter mehr an seiner Enttäuschung teilhaben: «Es ist mir unerklärlich, weshalb wir den Faden nach unserem sehr guten Start derart verloren haben.» Es sei einiges unglücklich gelaufen, erklärte die Nummer 1 der A-Nationalmannschaft. Auch andere Beteiligte mutmassten, weshalb es zum Bruch und zum Ausgleich durch Pierre-Emerick Aubameyang (45.) kam, was fehlte, um einen zu Beginn inferioren Afrika-Champion entscheidend und vor allem viel länger zu dominieren.

In Unterzahl

Am Ende mussten die Schweizer in erster Linie froh sein, den Schaden in Unterzahl eingedämmt zu haben. Wegen einer gelb-roten Karte gegen Oliver Buff (78./Schwalbe) sah sich die SFV-Equipe gar veranlasst, das unbefriedigende Remis gegen einen aus diversen Gründen personell geschwächten Kontrahenten in Unterzahl zu halten.

Den Platzverweis «verschuldete» Buff vermutlich nicht mit Absicht. Sein Sturz passte zum Bild der Schweizer, die sich selber zum Favoriten erklärt hatten und ihrer selbstbewussten Ankündigung (noch) nicht gerecht wurden.