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Olympia-Coaches bilden sich gegenseitig weiter

Mit einem «Olympia-Coach-Programm» bereitet Swiss Olympic Trainer und Coaches auf die speziellen Bedingungen und Anforderungen an Olympischen Spielen vor. Gian Gilli, Leiter Spitzensport bei Swiss Olympic, will mit dem Programm auch das Wissen der besten Trainerinnen und Trainer langfristig erhalten und das Netzwerk im Schweizer Spitzensport massiv verstärken.

«Es soll keiner kommen und sagen, bei Olympischen Spielen herrschten die gleichen Bedingungen wie an Europa- oder Weltmeisterschaften», begrüsste Gian Gilli die 30 Teilnehmer des ersten «Olympia-Coach-Programms» (OCP). Der Bündner muss es wissen, schliesslich hat er als Trainer, Teamchef und Headcoach an sieben Olympischen Spielen teilgenommen. Im Sommer 2012 in London wird er zum ersten Mal die Schweizer Delegation als Chef de Mission anführen. Deshalb hat Gilli ein Programm geschaffen, das die Coaches, Trainer und Teamchefs der olympischen Sommersportarten auf die speziellen Anforderungen Olympischer Spiele vorbereitet. 

Den Mut haben, von Medaillen zu sprechen

Geleitet wird das Programm von Leo Held. Der ehemalige Judo-Nationaltrainer hat als Coach drei Mal an Olympischen Spielen teilgenommen und in Peking 2008 mit seinem Athleten Sergei Aschwanden die Bronzemedaille gewonnen. Held will durch das OCP «die Trainer befähigen, ihre Athleten an Olympia erfolgreich zu betreuen und soweit zu bringen, dass sie den Mut haben, von Olympia-Medaillen zu sprechen.».

Das erste Modul fand vom 3. bis 5. Februar 2011 im Sportzentrum Kerenzerberg, einer «Swiss Olympic Training Base», statt. 20 Trainer, Coaches und Teamchefs aus 11 olympischen Sommersportarten waren vertreten. Sie diskutieren Herausforderungen, mit denen sie in der Vorbereitung und an Olympischen Spielen konfrontiert sind, und erarbeiteten erste Massnahmen. Diese Arbeit wird nun in Kleingruppen fortgesetzt, die wenn nötig von Fachspezialisten aus Sportwissenschaft und Sportmedizin unterstützt werden.

«Das Netzwerk im Spitzensport muss gestärkt werden»

«Im Mittelpunkt des ganzen Programms stehen die Athleten, sie sollen an Olympia eine optimale Betreuung erhalten», erklärt Gilli. Wertvoll waren deshalb die Erfahrungen von Teilnehmenden, die bereits als Athleten Olympia-Erfahrung gesammelt hatten, wie beispielsweise Christian Stofer, als Ruderer in «Sydney 2000» und «Athen 2004» am Start, oder Ralph Stöckli, in «Turin 2006» dabei und Bronzemedaillen-Gewinner in «Vancouver 2010».

Für Gian Gilli ist klar: «Das Netzwerk im Schweizer Spitzensport muss gestärkt, der Wissensaustausch muss gefördert und dieses Wissen muss zentral gesammelt werden. Das Olympia-Coach-Programm ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung

Lesen Sie den Bericht von «Olympia-Coach-Programm»-Teilnehmer Philip Wildhaber im Olympiablog.