Erich Hanselmann ist neuer Chef de Mission für «Vancouver 2010»

Ittigen, 29. April 2009. Die Schweizer Delegation wird an den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver unter neuer Führung teilnehmen. Erich Hanselmann übernimmt per sofort das Amt des Chef de Mission. Der bisherige Amtsinhaber Werner Augsburger und Swiss Olympic haben sich getrennt.

Mit Erich Hanselmann übernimmt ein sehr erfahrener Mann das Amt des Chef de Mission für die Schweiz. Während fast vierzig Jahren war der 67-jährige Magglinger für die Sportschule Magglingen, das Bundesamt für Sport und Swiss Olympic tätig. Von 1994 bis 2002 war er als Ausbildungschef und Vizedirektor an der Eidgenössischen Hochschule für Sport Magglingen (EHSM) auch zuständig für den Bereich Spitzensport. Danach war er bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2006 als Chef Nachwuchsförderung Schweiz für Swiss Olympic tätig.

An den Olympischen Spielen 2000 in Sydney war Hanselmann als Projektleiter des ersten Swiss Olympic Reports vor Ort und durchleuchtete die Organisation der Schweizer Olympia-Delegation. Seinen letzten Einsatz für den Schweizer Sport leistete er als Leiter der Schweizer Delegation an der Winteruniversiade in Harbin (China) im Februar 2009. Hanselmann ist ab sofort gemeinsam mit dem bestehenden Team von Swiss Olympic für die Vorbereitungen der Schweizer Delegation für die Olympischen Winterspiele 2010 zuständig.

Zehn Jahre bei Swiss Olympic

Werner Augsburger verlässt Swiss Olympic nach zehnjähriger Tätigkeit und nach drei Olympischen Spielen als Chef de Mission. «Werner Augsburger hat für Swiss Olympic und den Schweizer Sport in den vergangenen zehn Jahren viel geleistet, wofür wir ihm dankbar sind», sagt Jörg Schild, Präsident von Swiss Olympic. Insbesondere habe er als Chef de Mission erfolgreich die Schweizer Delegation an die Olympischen Spiele 2004, 2006 und 2008 geführt. Auch die Zusammenarbeit von Swiss Olympic mit den Mitgliedverbänden habe unter Augsburger verbessert werden können. Trotzdem habe man sich nach der gestrigen Sitzung des Exekutivrates auf eine Auflösung des Arbeitsverhältnisses geeinigt, so Schild. Die Leitung der Abteilung Sport übernimmt bis zur Wiederbesetzung der Stelle interimistisch der bisherige Stellvertreter Matthias Zurbuchen.

Ein positives Erbe für die nachhaltige Entwicklung

Parallel zur Sitzung der Kommission fand diese Woche ebenfalls in Vancouver die 8. Weltkonferenz «Sport und Umwelt» des IOK/der UNEP statt. An dieser Konferenz, die alle zwei Jahre veranstaltet wird, nehmen Akteure aus der Welt des Sports teil, um über die Umwelt und nachhaltige Entwicklung zu sprechen. Dieses Thema steht seit der Bewerbung im Mittelpunkt der Spiele und wurde noch nie zuvor so ernst genommen wie in Vancouver. Zur Arbeit des VANOC sagte René Fasel: «Man spricht oft vom Erbe der Spiele für eine Gemeinschaft. Eine der grossartigsten Hinterlassenschaften der Spiele in Vancouver wird sicherlich die Arbeit des VANOC und seiner Partner im Bereich der nachhaltigen Entwicklung sein. Angefangen bei der Berücksichtigung des Umweltschutzes beim Bau der neuen Anlagen bis hin zu Initiativen wie dem CO2-Ausgleich werden die Spiele in Vancouver ein positives Erbe für die künftigen Generationen hinterlassen.»