Gut gespielt, glücklos gekämpft

Das Eishockey-Nationalteam verpasste gegen die USA die Sensation. Die Amerikaner siegten verdientermassen 2:0.

Das entscheidende Goal fiel nach 42 Minuten und acht Sekunden. Stürmer Zach Parise fälschte unmittelbar vor Jonas Hiller den Weitschuss von Brian Rafalski ab. Hiller kam mit der Fanghand zwar noch an den Puck ran, die Scheibe landete aber vor der Torlinie und rollte unglücklich für die Schweizer neben dem Pfosten ins Tor.

Immerhin stellte die Partie ein würdiges Ende dar nach fast 13 Jahren und 298 Länderspielen für die grosse "Ära Ralph Krueger". Krueger: "Es ist Wahnsinn, wie sich die Mannschaft nur 24 Stunden nach dem Spiel gegen Weissrussland eingesetzt hat. Natürlich ist es jetzt schmerzhaft, dass es vorbei ist. Aber es war eine 1A-Gruppe an diesem Turnier, ich ziehe den Hut vor dieser Mannschaft. Wir haben in diesen fünf Spielen für unglaubliche Unterhaltung gesorgt. Es ist ein Turnier, dass in Ewigkeit in meinem Herzen bleiben wird."

Entscheidung im Frauen-Riesenslalom vertagt

Das Wetter in Whistler machte den Alpinen einen weiteren Strich durch die Rechnung. Wegen Nebels konnte der zweite Durchgang des Frauen-Riesenslaloms am Mittwoch nicht durchgeführt werden. Die Entscheidung im zweitletzten Frauen-Rennen dieser Spiele fällt damit heute Donnerstag - bessere äussere Bedingungen vorausgesetzt. Auf 09.30 (18.30 MEZ) Uhr wurde der zweite Lauf angesetzt, der am Mittwoch gefahrene erste Durchgang bleibt in der Wertung. Gemäss Reglement wäre auch denkbar gewesen, dass nochmals beide Durchgänge neu angesetzt werden.

Fabienne Suter lag mit 85 Hundertsteln Rückstand auf Platz 11. Andrea Dettling, die zweite Schweizer Teilnehmerin, schied wie Abfahrts-Olympiasiegerin Lindsey Vonn aus.

Nur Rang 10 für die Langlauf-Staffel

Die Schweizer Langlauf-Staffel der Männer blieb weit unter den hohen Erwartungen und belegte nur den 10. Rang. Schweden holte erstmals seit 1988 Gold.

Im Rennen unter schwierigsten Bedingungen machten die Schweizer zu keinem Zeitpunkt den Eindruck, sich den grossen Traum erfüllen zu können. Enttäuschend war nicht die Tatsache, dass die Mannschaft von Fredrik Aukland scheiterte, sondern die Art und Weise. Statt vorne die Favoriten zu ärgern, befanden sich die Schweizer von Beginn weg in der Defensive. Negativ wirkte sich aus, dass sie sich bei der Einschätzung des misslichen Wetters und damit bei der Materialwahl verspekuliert hatten. (SI)