Olympia-Treff in Magglingen: Der Countdown für «Vancouver 2010» läuft

Ittigen, 14. Mai 2009. Rund 130 mögliche Athleten der Schweizer Delegation für die Olympischen Winterspiele in Vancouver 2010 erhielten in Magglingen einen Vorgeschmack auf die Bedingungen in Kanada und machten Bekanntschaft mit dem neuen Chef de Mission Erich Hanselmann. Am Rande des Anlasses war auch eine drohende Budgetüberschreitung von Swiss Olympic ein Thema.

Während rund zweieinhalb Stunden absolvierten etwa 130 Sportler aus 13 Sportarten mit Chancen auf eine Teilnahme an den kommenden Winterspielen in Vancouver einen Parcours, daneben wurde individuell für die Kleiderkollektion Mass genommen. Am Abend stand dann ein Essen mit anschliessender Modeschau sowie Impressionen aus der Olympiastadt im Programm. Die potenziellen Olympia-Athleten machten am Olympia-Treff erstmals Bekanntschaft mit dem neuen Chef de Mission Erich Hanselmann, der Ende April die Verantwortung für die Schweizer Delegation übernommen hat. «Ich habe ein schlagkräftiges Team übernommen und die Vorbereitungen für Vancouver 2010 schreiten planmässig voran. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir unseren Athletinnen und Athleten beste Rahmenbedingungen werden bieten können», sagt Hanselmann.
Am späten Nachmittag machte auch Bundesrat Ulrich Maurer den Sportlern seine Aufwartung in der Halle «End der Welt». Der Sportminister wünschte den Anwesenden viel Erfolg und eine gelungene Vorbereitung: «Ich wünsche Ihnen gutes Gelingen für die verbleibenden Monate der Vorbereitung und dass sich Ihr Traum von einer erfolgreichen Olympia-Teilnahme erfüllen möge.»

Eine Kürzung der Verbandsbeiträge soll verhindert werden

Am Rande des Olympia-Treffs fanden intensive Gespräche statt. Die Führungsspitze von Swiss Olympic um Präsident Jörg Schild hatte die Präsidenten der Mitgliedverbände eingeladen, um zu diskutieren, wie Swiss Olympic allfällige Beitragskürzungen an seine Mitgliedverbände vermeiden kann. Nachdem die Abteilung Sport von Swiss Olympic ihr Budget im Jahr 2008 um 1,8 Millionen Franken überzogen hatte und vor dem Hintergrund der im laufenden Jahr aufgrund der Börsenkrise möglicherweise ausbleibenden Finanzerträge droht Swiss Olympic 2009 eine Budgetüberschreitung. Der Dachverband hat bereits konkrete Sparmassnahmen wie die Kürzung des eigenen Personal-Etats um zehn Prozent und die Streichung sämtlicher geplanter neuer Projekte umgesetzt. Um eine Budgetüberschreitung zu verhindern, müsste der Dachverband aber auch seine Unterstützungsbeiträge an die Mitgliedverbände kürzen. Die Verbandspräsidenten sprachen sich an den beiden Gesprächsrunden, die am Mittwoch Abend und am Donnerstag Morgen stattfanden, vehement gegen eine solche Kürzung im laufenden Jahr aus. Die Voten der Präsidenten gingen klar in die Richtung, dass angesichts der komfortablen Eigenkapitaldecke von Swiss Olympic ein noch grösseres Defizit, als dies im Budget 2009 vorgesehen ist, toleriert werden kann. Allerdings müsse gleichzeitig ein wirksames Kontrollsystem sofort installiert werden, damit unvorhergesehene Budgetüberschreitungen künftig verhindert werden können.