Ott-Team im Bronzespiel gegen China chancenlos

Für Skip Mirjam Ott haben sich die Hoffnungen auf die dritte Olympia-Medaille ihrer Karriere nach den beiden zweiten Plätzen von 2002 und 2006 nicht erfüllt.

Mit Janine Greiner, Carmen Küng und Carmen Schäfer verlor die 38-jährige Bernerin das Spiel um Platz 3 gegen Weltmeister China (Wang Bingyu) 6:12.

Es war ein aufwühlender Match, eine curlerische Achterbahn. Durch einen völlig verpatzten Start mit verhängnisvollen Fehlsteinen - dreimal durch Mirjam Ott selber - gerieten die Schweizerinnen nach drei Ends 1:5 in Rückstand. Mit einem "Bigshot" im vierten End, der zu einem Dreierhaus führte, brachte sich Ott ins Spiel zurück, und nach sechs Ends stand es plötzlich 6:6.

Innert weniger Minuten fiel hierauf die Entscheidung. Im siebten End gab Ott eine vorteilhafte Lage durch einen weiteren Fehlstein preis, die Chinesinnen notierten ein Zweierhaus zum 8:6. Dann folgte der "Sudden Death": Ott geriet im achten End in schwere Bedrängnis und scheiterte mit beiden Versuchen kläglich. Die Chinesinnen "stahlen" dadurch vier Steine, die Schweizerinnen gaben auf.

Mirjam Ott bleibt nebst den im Final stehenden vier Schwedinnen die einzige Curlerin mit zwei Olympia-Auszeichnungen (Silber 2002 und 2006), aber das konnte für die 38-jährige Bernerin nach ihrer "bittersten Niederlage" kein Trost sein.

Mägert-Kohli gescheitert

Auch die Snowboarderin und Schweizer Medaillen-Hoffnung Fränzi Mägert-Kohli scheiterte im Parallel-Riesenslalom bereits in der Qualifikation. Ihr Out im Dauerregen ist so bitter wie unerklärlich. Nach Monaten der Konstanz im Weltcup träumte die einzige Schweizer Vertreterin nicht ohne Grund vom grossen Coup. Doch auf halber Strecke im ersten Zeitlauf unterlief Mägert-Kohli ohne jegliche Not ein gravierender Fahrfehler, der einer Fahrerin ihres Kalibers üblicherweise nicht passiert. In der Folge kollidierte sie mit der Torflagge und musste die Passage wiederholen, um einer Disqualifikation zu entgehen.

In der Biathlon-4x7,5-km-Staffel holten die Schweizer (Thomas Frei, Matthias Simmen, Benjamin Weger, Simon Hallenbarter) den 9. Platz. Gold ging an Norwegen. (si)