Schwerer Rückschlag für die Schweizer Curler, erster Sieg für Mirjam Otts Team

Nach drei anfänglichen Siegen haben die Schweizer Curler um Skip Markus Eggler am Olympia-Turnier in Vancouver die zweite Niederlage in Folge bezogen. Die Curlerinnen um Skip Mirjam Ott jedoch haben am Olympia-Turnier in Vancouver den ersten Schritt der nötig gewordenen Aufholjagd getan.

Sie verloren gegen Deutschland (Andy Kapp) nach einer 4:1-Führung mit 6:7. Die bittere Niederlage gegen die zweimaligen WM-Finalisten bedeutet für die Schweizer vor allem auch psychologisch einen herben Rückschlag. Wie schon im Match gegen Norwegen missriet der Schweizer Nummer 4, Ralph Stöckli, vor allem in der zweiten Spielhälfte nahezu jeder Stein. Stöckli vergab in vier Ends nacheinander die Chance, den Sieg praktisch sicherzustellen. Wenn sich der St. Galler in den vier verbleibenden Partien nicht erheblich steigert und zu seiner gewohnt guten Leistung zurückfindet, ist die Halbfinal-Qualifikation für die Schweizer undenkbar.

Er sei sehr verunsichert, sagte Stöckli. Eggler und seine Mitspieler werden nun zusammen mit den Coaches Thomas Lips und Lorne Hamblin die Situation analysieren. Es ist durchaus denkbar, dass sie schon für den nächsten Match gegen China die Aufstellung ändern. So könnte beispielsweise der spielstarke und sehr erfahrene Markus Eggler für Stöckli auf der vierten Position spielen.

Erster Sieg für Team von Mirjam Ott

Mit 8:5 gegen Russland errangen sie den ersten Sieg im vierten Spiel. Die Russinnen waren ihrerseits schlecht ins Turnier gestartet und nahmen einen Skip-Wechsel vor: Die erst 19-jährige Anna Sidorowa löste Ludmilla Priwiwkowa ab. Während die Russinnen jedoch weiterhin schwach spielten, zeigten die Schweizerinnen im Vergleich zu den vorangegangenen Partien eine Steigerung. Der Match war schon sehr früh praktisch entschieden. Sidorowas letzter Stein im 1. End missriet komplett, so dass die Schweizerinnen ein Viererhaus stehlen konnten. Nach einem weiteren gestohlenen Stein im 2. End hiess es bereits 5:0.

Janine Greiner, Carmen Küng, Carmen Schäfer und Mirjam Ott müssen von den verbleibenden fünf Spielen noch mindestens vier gewinnen, um im Rennen um die Halbfinal-Plätze zu bleiben. (si)