Swiss Olympic stellt Selektionskonzepte für «Vancouver 2010» vor

Ittigen, 20. Januar 2009. Ein Jahr vor den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver hat Swiss Olympic die Selektionskriterien für Schweizer Athletinnen und Athleten vorgestellt. Chef de Mission Werner Augsburger sagt eine grosse Schweizer Delegation voraus.

«Wir wollen die besten Schweizer Athletinnen und Athleten in Vancouver am Start, und dazu soll das nochmals verfeinerte Selektionsprozedere beitragen», sagte Chef de Mission Werner Augsburger heute in Bern, wo Swiss Olympic über den Stand der Vorbereitungen der Schweizer Delegation ein Jahr vor Beginn der XXI. Olympischen Winterspiele vom 12. bis 28. Februar 2010 in Vancouver informierte. Augsburger ist zuversichtlich, dass trotz strengen Selektionskriterien eine grosse Schweizer Delegation nach Vancouver reisen wird. «Ich rechne im Moment mit mindestens 130 Athletinnen und Athleten.» Damit wäre das Swiss Olympic Team gleich gross wie an den Olympischen Winterspielen 2006, an denen die grösste Schweizer Delegation aller Zeiten teilnahm.

Verfeinerte Selektionskriterien

Für 14 Sportarten bestimmt ein detailliertes Selektionskonzept, unter welchen Umständen Schweizer Athletinnen und Athleten für die Olympischen Spiele 2010 selektioniert werden. Kein Konzept ist bisher für drei Disziplinen erstellt worden, in denen sich voraussichtlich kein Schweizer Athlet wird qualifizieren können (Buckelpistenfahren, Short Track, Eistanz und Paarlaufen). Für die Erstellung des Konzepts Skispringen wird das Ende der laufenden Saison abgewartet. Die Selektionskonzepte basieren auf den Leistungsrichtlinien, die der Exekutivrat von Swiss Olympic im Mai 2008 verabschiedet hat. «Diese Richtlinien legen fest, dass selektionierte Athleten das Potenzial für eine Top-Ten-Rangierung an den Olympischen Spielen haben müssen, unabhängig von der Anzahl Startenden pro Sportart», erklärt Augsburger. Eine Ausnahme bilden die Ausdauerdisziplinen Biathlon und Langlauf, hier muss ein Rang in den Top 16 erwartet werden können, für die Staffelwettbewerbe allerdings eine Platzierung unter den ersten Acht.

Die bestehenden Konzepte sind vom dreiköpfigen Selektionsausschuss genehmigt worden, dem neben Werner Augsburger der ehemalige Olympia-Generalsekretär Martin Rutishauser und Exekutivratsmitglied Matthias Remund angehören. Der Selektionsausschuss wird auch über die definitiven Selektionen für «Vancouver 2010» entscheiden. Sämtliche Teamchefs bestätigen mit ihrer Unterschrift, dass alle potenziellen Olympiateilnehmenden die Kriterien für eine Selektion kennen.

Wichtige Informationen für die Athleten und die Betreuer

Als weitere Massnahme, die den Schweizer Olympioniken ein optimales Umfeld schaffen soll, erarbeitet eine Task Force unter der Leitung von Dr. Christian Schlegel, Chief Medical Officer des Swiss Olympic Team und Chefarzt am Swiss Olympic Medical Center des Grand Resort Bad Ragaz, Empfehlungen, mit denen in Vancouver zu erwartenden Schwierigkeiten wie grosse Kälte, Jetlag oder Grippeviren begegnet werden kann. Die Erkenntnisse der Task Force stehen Betreuern und Athleten bereits seit Ende 2008 zur Verfügung, um konkrete Erfahrungen damit sammeln zu können.