Sochi 2014
Datum
07. Feb - 23. Feb
Schweizer Athleten
165
Länder
88

Gigantismus und späte Gerechtigkeit

Fünf Jahre später konnten sie am «Goldfäscht» im heimischen Appenzell doch noch jubeln: Im Sommer 2019 entschied das IOC, dass Beat Hefti und Alex Baumann die Goldmedaille für den Sieg im Zweierbob-Wettkampf von Sotschi 2014 verliehen wird. Im Zuge der Dopingermittlungen im Nachgang der Spiele von Sotschi wurde das damalige Siegerduo aus Russland des Dopings überführt und nach jahrelangem Rechtsstreit endgültig disqualifiziert

Das im McLaren-Report der WADA nachgewiesene systematische Staatsdoping Russlands und der Gigantismus rund um die Organisation von Sotschi 2014 – mit 37 Mio Euro die teuersten Spiele aller Zeiten – wirken sich folgenschwer auf die Erinnerung an den Anlass aus.

Freuen konnte sich die Schweiz jedoch nicht nur über die späte Gerechtigkeit für Hefti/Baumann. Bereits während den Spielen sorgte die rot-weisse Delegation für emotionale Höhepunkte und klassierte sich auf dem 7. Rang im Medaillenspiegel. Gleich zweimal Gold sicherte sich Dario Cologna (15 km und Skiathlon), wobei er im Skiathlon im Schlussspurt seine drei schärfsten Konkurrenten knapp auf die weiteren Ränge verwies: Nach 30 km trafen sie alle innerhalb von nur einer Sekunde im Ziel ein.

Olympiasieger im Geburtsland

Seit 1996 in der Schweiz lebend und sieben Jahre nach seiner Einbürgerung in der Schweiz gewann Iouri Podladtchikov ausgerechnet in seinem Geburtsland Olympiagold in der Halfpipe. Am Schwarzen Meer gab es jedoch noch weitere bleibende Olympiasiege zu feiern. Besonders verdienten sich diese Dominique Gisin (Ski alpin, Abfahrt) und Sandro Viletta (Ski alpin, Kombination) welche schwierige Jahre mit Verletzungen – insgesamt neun Knieoperationen bei Gisin - und anderen Tiefschlägen zu verarbeiten hatten.

Nicht weniger bewegend war die Goldmedaille der Olympiadebütantin Patrizia Kummer im Parallel-Riesenslalom (Snowboard). Auch bei den Männern kann die Schweiz jubeln. Nach dem frühen Aus der Gebrüder Schoch, die als Mitfavoriten angetreten waren, holte Nevin Galmarini die Kohlen aus dem Feuer und sicherte sich die Silbermedaille

Historische Medaillen

Bis anhin blieb die Schweiz im Biathlon ohne olympisches Edelmetall. Erst in Sotschi gelingt Selina Gasparin mit Silber über 15 km der historische Schritt aufs Treppchen. Dass sie in Russland auch ihren späteren Ehemann Ilya Chernousov kennenlernt, rundet ihr persönliches Glück ab. Erstmals Schweizer Edelmetall gibt es auch für das Schweizer Eishockeyteam der Frauen. Trotz schwachem Turnierstart gewinnt die Equipe mit Florence Schelling, der überragenden Torhüterin des Turniers, in einem verrückten Spiel um Platz drei gegen Schweden die Bronzemedaille.

Athlet(en)

Detail

Medaillenspiegel

0
Silber
Keine Medaillen
0
Gold
Keine Medaillen
0
Bronze
Keine Medaillen
Diplome
Keine Diplome
Eröffnungsfeier