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Die Skisprunganlage «Lysgårdsbakken» - hier finden die Eröffnungsfeier und die Skisprungwettkämpfe statt.

In Lillehammer setzt man auf nachhaltige olympische Jugendspiele

Wettkämpfe von höchster Qualität gepaart mit Festivalatmosphäre und nachhaltigem Schaffen – diese Kombination ist für das lokale Organisationskomitee in Lillehammer die Formel zum Erfolg. 100 Tage vor der Eröffnung der 2. Winter Youth Olympic Games (YOG) sind die Planungen abgeschlossen.

Das «Sjoggfest» (Schneefestival), benannt nach dem Maskottchen der Youth Olympic Games in Lillehammer, soll eine Mischung sein aus Leistungssport, Bildung und Kultur. Im Vordergrund stehen selbstverständlich die Wettkämpfe in den sieben olympischen Sportarten Biathlon, Bob, Curling, Eishockey, Eislauf, Rodeln und Ski. Aber auch abseits der Pisten und Hallen bietet sich den rund 1‘100 Athletinnen und Athleten aus der ganzen Welt mit dem «Learn & Share»-Programm die Möglichkeit, gleichgesinnte aus anderen Kulturen kennenzulernen oder unter der Anleitung von ausgebildeten Coaches andere Sportarten wie Telemark, Eisklettern oder Parkour auszuprobieren. Ausserdem können sie sich zu Themen rund um eine Karriere als Profisportler beschäftigen. Dazu gehören Workshops zu Karriereplanung, Verletzungsvorbeugung, Anti-Doping-Massnahmen, illegale Wetten oder gesunde Ernährung.  

Neben dem reichhaltigen Programm für die Teilnehmenden hat sich das Organisationskomitee vor allem einen Punkt auf die Fahne geschrieben: Nachhaltigkeit. 22 Jahre nach den olympischen Winterspielen 1994 in Lillehammer werden viele der ehemaligen Wettkampfstätten wieder genutzt. Einige der Venues wurden dafür modernisiert: Die Skisprunganlage «Lysgårdsbakken», in der auch wieder die Eröffnungsfeier stattfinden wird, wurde auf den neusten Stand gebracht. Moderne Beschneiungsanlagen in Hafjell werden für perfekte Bedingungen an den alpinen Skirennen sorgen und ein neuer Freestyle Park verbessert die sportliche Infrastruktur rund um Lillehammer ebenfalls.

Das olympische Dorf, das zu einem Teil neu erbaut wurde, soll langfristig als Studentenwohnheim genutzt werden. Schon jetzt wohnen dort Studierende, die während den Spielen ihre Zimmer den Delegationen überlassen werden.

Nachhaltige Wirkung sollen die Spiele auch auf die zukünftigen (Sport-)Generationen haben. So wurde in Lillehammer eigens ein «Olympic Legacy Center» erbaut, das Lillehammer seinen Platz als Heimat für Wintersportler aus der ganzen Welt sichern soll. Zudem wurden 200 Nachwuchskräfte ausgebildet, um während den Spielen die Sportlerinnen und Sportler zu betreuen und um in Zukunft ihre Sportarten positiv beeinflussen zu können. Für 20‘000 Kinder findet während den Wettkämpfen der sogenannte «Dream Day» statt, wo sie die Möglichkeit haben werden, sowohl die Wettkämpfe zu besuchen als auch selber Sport zu treiben und Bildungsaktivitäten beizuwohnen.

«Das Team in Lillehammer kann stolz sein auf das, was es dort entwickelt hat: Dieser Event hebt sich definitiv von anderen Sportveranstaltungen ab und bietet eine wundervolle Kombination aus Spitzensport, festlicher Atmosphäre und der Möglichkeit für junge Athletinnen und Athleten, sich inspirieren zu lassen und durch den Sport zu lernen. All dies findet statt in einem Land mit langer olympischer Geschichte und beeindruckenden Sportstätten. Lillehammer 2016 hebt die Olympischen Jugendspiele auf ein neues Level.» sagt denn auch Angela Ruggiero, Chefin der Koordinations-Kommission des IOC.

Quelle: IOC / DOSB

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