Zoom

Neue Disziplinen werden in Lillehammer 2016 für Spektakel sorgen

Die Youth Olympic Games (YOG) dienen immer auch als Testlauf für innovative Entwicklungen in verschiedenen Sportarten. Das ist in Lillehammer 2016 nicht anders.

Das Programm der olympischen Jugend-Winterspiele (YOG) 2016, die vom 12. bis 21. Februar in Lillehammer (Norwegen) stattfinden, beinhaltet einige neue und innovative Disziplinen. 

Im Bob etwa wird bei den Frauen und Männern ein Wettbewerb im Monobob ausgetragen. In diesem Einsitzer übernimmt der Fahrer alleine die Rolle als Anschieber, Pilot und Bremser. Die Monobobs sind alle genau gleich und werden per Los auf die Teilnehmenden verteilt. Das Rennen für die je 15 Frauen und Männer besteht aus zwei Läufen, deren Zeiten zusammengezählt werden.

Zoom

Im Biathlon wird eine sogenannte Single-Mixed-Staffel ausgetragen. Die Teams bestehen dabei jeweils aus einem weiblichen und männlichen Teilnehmenden. Jeder Athlet absolviert zwei Teile des Rennens und zwar in der Reihenfolge: Frau – Mann – Frau – Mann. Das Rennen beginnt im Massenstart und wird in der Freistil-Technik bestritten. Geschossen wird abwechselnd liegend und stehend.

«Langlauf-Cross-Free» ist eine Disziplin, die in Lillehammer zum ersten Mal an den YOG ausgetragen wird. Die Distanz ist ähnlich wie in einem Sprintrennen, doch die Strecke beinhaltet verschiedene technische Schwierigkeiten, zum Beispiel Sprünge oder sehr enge Kurven, die das Rennen zu einer Herausforderung machen. Die Teilnehmer starten wie bei einem Zeitfahren alle 10 bis 30 Sekunden. Die 30 Schnellsten treten in der nächsten Runde in drei 10er-Gruppen gegeneinander an wovon die jeweils zwei Schnellsten sowie die vier Nächstschnellsten in den Final vorstossen. Das Finalrennen beginnt dann mit einem Massenstart der 10 Teilnehmer.

Zoom

Auch in der Freestyle-Kategorie gibt es in Lillehammer 2016 eine Neuerung: Snowboarden und Skifahren werden dabei zu einem Ski-Snowboard-Cross-Event zusammengefasst. Die Viererteams fahren auf dem Snowboard-Cross-Kurs in der Reihenfolge: Snowboarderin, Skifahrerin, Snowboarder, Skifahrer. Die Fahrer (mit Ausnahme des Starters) starten sobald der Teamkollege vor ihnen das Ziel erreicht hat. Stürzt ein Teammitglied sorgt dies für einige Strafsekunden, und erst nach deren Ablauf öffnet sich das Starttor für den nächsten Fahrer. Die vier Teams, die sich in den Vorläufen durchsetzen, bestreiten den Final.

In all diesen Disziplinen sind in Lillehammer auch Schweizer Athleten am Start.

Quelle: IOC