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Swiss Olympic stellt Selektionskonzepte für die ersten Europaspiele in Baku vor

100 Tage vor Eröffnung der ersten Europaspiele in Baku (Aserbaidschan) hat Swiss Olympic die Selektionskonzepte veröffentlicht. Chef de Mission Ralph Stöckli rechnet damit, dass die Schweizer Delegation aus 130 bis 150 Athletinnen und Athleten bestehen wird.

Die ersten Europaspiele finden vom 12. Juni bis am 28. Juni 2015 in Baku statt. Mehr als 6000 europäische Athletinnen und Athleten werden in der aserbaidschanischen Hauptstadt in 20 Sportarten an den Start gehen. «Für Swiss Olympic sind die Europaspiele ein wichtiger Anlass auf dem mittel- bis langfristigen Weg eines Athleten oder einer Athletin zum internationalen Erfolg», sagt Chef de Mission Ralph Stöckli. Das bedeutet, dass nicht in jeder Sportart zwingend die besten Schweizer in Baku am Start sein werden, auf jeden Fall aber Athleten mit Potenzial für eine Selektion an künftigen Olympischen Spielen. In enger Zusammenarbeit mit den Verbänden hat Swiss Olympic das Augenmerk bei der Erstellung der Selektionskonzepte daher auf die individuelle Gewichtung des Anlasses für den jeweiligen Verband gelegt. Die Selektion von Athleten für die ersten Europaspiele in Baku liegt dadurch weitgehend in der Kompetenz der Verbände und dient ihnen als Werkzeug zur mittel- bis langfristigen Leistungssteuerung.

Kurze Vorbereitungszeit für die ersten Europaspiele
Etwas mehr als zwei Jahre ist es her, seit das Europäische Olympische Komitee (EOK) Baku die Organisation der ersten Europaspiele zugesprochen hat. Die kurze Vorbereitungszeit und die vielen Fragezeichen rund um den Anlass am kaspischen Meer seien für alle Beteiligten – Athleten, Betreuer, Verbände, Swiss Olympic – eine grosse Herausforderung, so Ralph Stöckli. Dies zeige sich auch in den jetzt veröffentlichten Selektionskonzepten: Einen Teil der zur Qualifikation für Baku notwendigen Wettkämpfe haben viele Athleten bereits 2014 bestritten, ohne die genauen Selektionsrichtlinien zu kennen. Die offizielle Qualifikationsphase dauert für die meisten Sportarten nun noch bis am 1. Mai 2015. Chef de Mission Ralph Stöckli schätzt, dass 130 bis 150 Schweizer Athletinnen und Athleten für Baku selektioniert werden.

Quotenplätze, Punkte und Limiten für Rio 2016 holen
In zwölf Sportarten können Quotenplätze, Ranglistenpunkte oder Limiten für die Olympischen Spiele in Rio 2016 erreicht werden: Beach Volleyball, Bogenschiessen, Boxen, Judo, Leichtathletik, Rad, Ringen, Schiessen, Schwimmen, Taekwondo, Tischtennis und Triathlon. Diverse nichtolympische Sportarten und Disziplinen – wie zum Beispiel Karate, Beachsoccer und 3x3-Basketball, in denen die Schweiz voraussichtlich vertreten sein wird – gehören ausserdem zum Programm der ersten Europaspiele. Über die definitiven Selektionen für «Baku 2015» entscheidet die Selektionskommission von Swiss Olympic Anfang Mai. Nebst Ralph Stöckli gehören Dominik Pürro, Leiter Verbandssupport Swiss Olympic, sowie Simone Righenzi, Assistant Head Coach Baku 2015, der Kommission an.

Die Selektionskriterien können hier heruntergeladen werden.