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An den Olympischen Jugendspielen in Lillehammer hat Philip Hösli eine Gold- und eine Bronzemedaille gewonnen.

«Die Motivation und der olympische Geist waren bei allen am 3T vorhanden»

Seit 1948 feiert die Olympische Bewegung am 23. Juni den Olympic Day. Das Internationale Olympische Komitee fordert bei dieser Gelegenheit alle Nationalen Olympischen Komitees zur Förderung des Sports und der olympischen Werte Höchstleistung, Respekt und Freundschaft auf. Swiss Olympic vermittelt diese Botschaften jedoch nicht nur am 23. Juni, sondern in erster Linie am «Talent Treff Tenero» (3T), der zwei Mal pro Jahr stattfindet. In einem Interview mit swissolympicteam.ch spricht Philipp Hösli, zweifacher Medaillengewinner im Curling an den Olympischen Jugendspielen 2016 und Teilnehmer am letzten 3T, über diesen Anlass und seinen Bezug zu den olympischen Werten.

Dieses Jahr hast du an den Youth Olympic Games YOG in Lillehammer und am 3T von Swiss Olympic teilgenommen. Was ist dir von diesen beiden Anlässen in Erinnerung geblieben?
Von den YOG ist mir der Zusammenhalt unter den verschiedenen Sportlern in der Schweizer Delegation in Erinnerung geblieben. Im olympischen Dorf waren alle Sportarten und alle Nationen zusammen. Dass ich vor so viel Publikum spielen durfte, war ebenfalls sehr beeindruckend. Ich hatte noch nie vor so vielen Zuschauern gespielt. Ein grossartiger Moment war auch, als ich auf dem Podest stehen durfte und die Medaillen in Empfang nehmen durfte.
Das 3T war von der sportlichen Atmosphäre her ähnlich. Als ich in Tenero ankam, habe ich schon ein paar Leute von den YOG gekannt. Für mich war es besonders speziell, vor allen Athleten das Olympische Feuer entzünden zu dürfen.

Am 3T waren Athleten aus Wintersportarten und aus Sommerportarten zusammen. Wie war das? Hast du dabei Erfahrungen oder Bekanntschaften gemacht, die du vorher noch nicht hattest?
Wir haben zum Beispiel einen Kanu-Trainer kennengelernt, der in der zweiten Hälfte der Woche ebenfalls im Curling-Kader mittrainierte. Es war speziell, mit jemandem aus einer nicht so bekannten Sportart zu erfahren wie dort trainiert wird, wie ihr Programm aussieht und wie sie gefördert werden. Allerdings hatten wir ein dichtes Programm und daher nicht so viel Zeit, um viele andere Bekanntschaften zu machen.

Ein Ziel am 3T ist jeweils auch die Vermittlung der Olympischen Werte «Höchstleistung, Freundschaft und Respekt». Wie hast du das am letzten 3T erlebt?
Ich habe diese Werte am 3T gespürt. Alle gingen mit Respekt miteinander um. Alle waren freundlich, und die Motivation und der olympische Geist waren bei allen vorhanden. Ich habe eine sehr tolle Woche erlebt.

Was bedeuten die Olympischen Werte für dich persönlich? Konntest du sie am 3T und an den YOG direkt erleben?
Für mich sind diese Werte sehr wichtig. Ohne Fairness und Respekt im Umgang mit den anderen Leuten geht es nicht. Und ich finde auch, dass man stets probieren sollte, eine Höchstleistung zu erbringen. Die Olympischen Werte machen Sinn und passen zu den Olympischen Spielen.

An den YOG hattest du im Mixed-Double-Wettbewerb eine japanische Partnerin. Wie hat das Zusammenspiel funktioniert und wie habt ihr kommuniziert?
Die Kommunikation war eine grosse Herausforderung, da sie nicht so gut Englisch konnte. Wir mussten mit den englischen Begriffen auskommen, die  sie kannte, und sonst mit Zeichensprache. Wir haben einfach das Beste versucht. 

Neben den Wettbewerben wurden an den YOG auch viele Aktivitäten vom Programm «Learn and share» durchgeführt. An welchen Aktivitäten hast du teilgenommen?
Wir haben an vielen Aktivitäten teilgenommen. Viele davon waren Spiele, die grossen Spass machten. Aber wir haben zum Beispiel auch  erfahren, wie Sportler in ärmeren Ländern trainieren.  Über den Umgang mit Social Media sind wir auch informiert worden und auch in vielen anderen Bereichen haben wir in den Workshops etwas gelernt.

Welches sind deine nächsten sportlichen Ziele?
Jetzt, während dem Sommer, trainieren wir Kondition und Kraft. In Winter geht es dann wieder los mit den Turnieren. Wir treten an ein paar Turnieren im Ausland an, zum Beispiel in Schottland. Der Höhepunkt der Saison ist dann aber sicher die Schweizer Meisterschaft.