Teile den Film
© Foto: Keystone-SDA
Das Swiss Olympic Team hat auch am zweitletzten Wettkampftag allen Grund zur Freude: Sowohl das Aerials Team im Mixed-Wettbewerb als auch die Mixed-Staffel im Ski Mountaineering glänzen mit Silber. Zudem rast Routinier Alex Fiva im Skicross zur Bronzemedaille.
Silber für das Aerials-Trio
Das Schweizer Trio Lina Kozomara, Noé Roth und Pirmin Werner gewinnt im Mixed-Team-Wettbewerb sensationell die Silbermedaille. Nach einem Sturz von Lina Kozomara behielten die Männer die Nerven und zeigten souveräne Sprünge, die den Grundstein für das Edelmetall legten. China konnte im zweiten Finaldurchgang nicht ihr volles Potenzial abrufen, wodurch die Schweiz den zweiten Platz sicherte. Gold ging an die USA. Für Noé Roth ist es die zweite olympische Medaille, für Pirmin Werner und Lina Kozomara das erste Edelmetall auf Olympia-Ebene.
Die Schweizer Mixed-Staffel holt im Ski Mountaineering die nächste Medaille
Ebenfalls Silber gibt es für Marianne Fatton und Jon Kistler, die im Ski Mountaineering bei der Olympia-Premiere in der Mixed-Staffel auf den grossartigen zweiten Platz laufen! Das Schweizer Duo musste einzig dem französischen Duo den Vortritt lassen. Bronze sicherte sich Spanien. Es ist ein historischer Erfolg für die Schweiz in jener Sportart, die in Milano Cortina 2026 erstmals zum offiziellen olympischen Programm gehört. Für Marianne Fatton ist es nach Gold im Sprint der Frauen bereits die zweite Medaille an diesen Olympischen Spielen.
Fiva holt Bronze, Regez nach Rencontre im Halbfinal out
Für die dritte Schweizer Medaille des Tages war das Skicross-Team besorgt: Wie schon vor vier Jahren in Peking sicherte sich Alex Fiva eine Medaille. Gewann er damals Silber, sicherte sich der Bündner in Livigno diesmal Bronze. Viel fehlte nicht, und es wäre wieder Rang 2 geworden – das Zielfoto sprach aber hauchdünn gegen den Schweizer. Ryan Regez, der Goldmedaillengewinner von Peking, scheiterte im Halbfinal und nach einer Gelben Karte wurde der 31-jährige Berner Oberländer schliesslich nicht für den kleinen Final zugelassen und im 8. Rang klassiert. Bereits im Achtelfinal ausgeschieden waren die anderen beiden Schweizer Tobias Baur und Romain Détraz.
Doppelte Diplom-Freude bei den Schweizer Bobfahrerinnen
Melanie Hasler und Nadja Pasternack sicherten sich als Sechste ein Olympia-Diplom im Zweierbob. 67 Hundertstel betrug der Rückstand von Melanie Hasler und Nadja Pasternack zum Podest nach den ersten zwei Durchgängen am Freitag, auf 1,05 Sekunden wuchs er im dritten Lauf an – eine deutlich zu grosse Hypothek, um im letzten Lauf noch in den Kampf um Edelmetall einzugreifen. Debora Annen und Salomé Kora machten am Samstag entscheidende zwei Plätze gut und kletterten auf den 7. Platz, sodass auch sie sich über die Diplom-Auszeichnung freuen durften.
McGregor läuft zum Diplom, Wenger scheidet im Halbfinale aus
Die Schweizer Eisschnellläuferinnen überzeugten zum Abschluss im Massenstart-Rennen. In den Vorläufen sammelten Kaitlyn McGregor und Ramona Härdi in den Zwischensprints genügend Punkte, um sich für den Final der Top 16 zu qualifizieren. Dort angekommen, zielte Kaitlyn McGregor von Beginn an auf einen Diplom-Platz und beteiligte sich an den Zwischensprints. Die dort gescheffelten Zähler ergaben den 6. Schlussrang. Ramona Härdi beendete den Wettkampf als Elfte.
Bei den Männern platzte Livio Wengers Traum von einer Olympia-Medaille bereits im Halbfinale. Der Luzerner, WM-Dritter von 2024, befand sich lange auf Final-Kurs. Drei Runden vor Schluss kam er jedoch selbstverschuldet zu Fall und schied deshalb aus.
Schweizer Viererbobs in Lauerstellung auf die Medaillen
Am ersten Wettkampftag haben die Schweizer Teams ihre Ambitionen auf Edelmetall angemeldet. Michael Vogt liegt mit seiner Crew (Andreas Haas, Amadou Ndiaye, Mario Aeberhard) nach zwei von vier Läufen auf dem 4. Platz und ist nur 12 Hundertstel vom Bronzeplatz entfernt. Cédric Follador (mit Luca Rolli, Tim Annen, Omar Vögele) belegt den 6. Rang und bleibt ebenfalls in Schlagdistanz. Timo Rohner (mit Pascal Moser, Mathieu Hersperger, Cyril Bieri) hält den 15. Zwischenrang.
Schweizer Langläufer stark im 50-km-Rennen
Beda Klee und Nicola Wigger lieferten im 50-km-Rennen in klassischer Technik starke Leistungen ab. Klee belegte den 14., Wigger den 19. Rang und sicherten sich damit Top-20-Platzierungen. Gold ging an den Norweger Johannes Hösflot Kläbo.
Schweizer Biathletinnen zum Abschluss ausserhalb der Top 20
Auch bei den Biathletinnen stand zum Abschluss der Olympischen Spiele der Wettkampf im Massenstart auf dem Programm. Den beiden Schweizerinnen Amy Baserga und Lea Meier gelang jedoch kein Exploit. Während Baserga eine Top-Platzierung beim ersten Schiessen vergab, fiel Meier im Stehendschiessen noch zurück. So resultierten letztendlich die Ränge 21 (Baserga) und 24 (Meier).
(sda/soa)
Alle Einsätze und Resultate der Schweizer Delegation sind auf der Website von Swiss Olympic zu finden.