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Sandro Simonet holt Gold im Slalom!

Sandro Simonet hat das dritte Olympiagold für die Schweiz an den YOG in Innsbruck gewonnen. Der Bündner wurde seiner Favoritenrolle im Slalom gerecht und siegte mit fast zwei Sekunden Vorsprung. Bronze holte Emilie Benz im Skicross – ohne den richtigen Wettkampf bestritten zu haben.

Schon nach dem ersten Lauf hatte Sandro Simonet geführt. Er liess sich durch eine hohe Ausfallquote und den immer stärker werdenden Schneefall nicht beeindrucken und fuhr über eine Sekunde Vorsprung auf den zweitplatzierten Belgier Dries Van den Broecke heraus. «Ich bin schön gefahren und nie gross in Schwierigkeiten geraten», sagte Simonet. Vor dem zweiten Lauf sei er angesichts seines Vorsprungs überhaupt nicht nervös geworden. Nachdem ihm ein, zwei kleine Fehler im oberen Teil unterlaufen waren, griff er nochmals voll an: «Sonst hätte es womöglich nicht gereicht». Doch Sandro Simonet täuschte sich und kam mit dem gewaltigen Vorsprung von 1,9 Sekunden ins Ziel.

Dreimal Edelmetall

Mit Gold und zweimal Bronze ist Sandro Simonet der grosse Abräumer der 26-köpfigen Schweizer Delegation an der Jugendolympiade und hat sämtliche Erwartungen übertroffen – sogar die eigenen. Er habe zwar schon mit Slalom-Gold geliebäugelt, aber die anderen Medaillen in Super-Kombination und Riesenslalom kamen für ihn etwas überraschend, so der Bündner. Eine Medaille wäre auch im Parallel-Teamevent möglich gewesen, doch war das Wettkampfglück nicht auf Seiten der Schweizer.

Emilie Benz «kampflos» zu Bronze

Was sich in den letzten Tagen abgezeichnet hatte, bestätigte sich heute: Die Skicrosser können nicht mehr zu ihrem Wettkampf antreten, auch am Sonntag nicht. 70 cm Neuschnee fielen in Kühtai allein in der Nacht auf Samstag, und es bleibt zu wenig Zeit, die Piste wieder herzurichten. Somit zählen die Resultate aus der Qualifikation und Emilie Benz gewinnt Bronze. Es ist trotzdem eine leise Enttäuschung für die Davoserin, die sich mehr ausgerechnet hatte. In der Qualifikation erwischte sie zudem eine Windböe, die sie entscheidend zurückwarf. Auch Vincent Gentet hätte sich gerne im Kampf Mann gegen Mann bewiesen, und so bleibt letztlich nur sein 12. Rang aus der Quali übrig.

Langlauf/Biathlon-Staffel Vierte

Wenig hat gefehlt, und die gemischte Schweizer Langlauf/Biathlon-Staffel hätte in Seefeld eine Medaille geholt. Das Quartett Aita Gasparin, Kenneth Schöpfer (beide Biathlon), Nadine Fähndrich und Jason Rüesch (beide Langlauf) lief dank einer Topleistung auf den vierten Platz hinter Deutschland, Russland und die USA, 13 Sekunden hinter dem Podest. Dabei liess die Schweiz im Starterfeld von 24 Nationen Länder wie Frankreich, Schweden oder Norwegen hinter sich. «Wir haben eine Medaille knapp nicht gewonnen, nicht eine Medaille verloren», resümierte ein zufriedener Langlauf-Trainer Edi Zihlmann das Rennen.

Sacha Berger Fünfter

Einen guten Auftritt hatte auch Sacha Berger. Der Skeletonfahrer stieg als letzter des ganzen Schweizer Teams in seinen Wettkampf und beendete diesen auf dem guten fünften Platz. «Das wäre noch besser gegangen», rief Berger gleich nach seiner Zieleinfahrt und sprach damit insbesondere den ersten Lauf an, als er im dichten Schneetreiben viel Zeit eingebüsst hatte. Ein Platz auf dem Podest war für Berger dennoch ein gutes Stück entfernt: Auf den drittplatzierten Kanadier Corey Gillies verlor er fast zwei Sekunden.

Michael Brunner kämpft wieder um eine Medaille

Curler Michael Brunner steht auch im Mixed-Doppel im Halbfinal und kann am Sonntag, beim allerletzten Wettkampftag der YOG, nochmals eine Medaille gewinnen. Bei diesem länderübergreifenden Wettkampf schaltete er mit seiner Doppelpartnerin aus Deutschland, Nicole Muskatewitz, nacheinander die Teams Norwegen/China und Tschechien/Russland aus. Dort treffen sie auf Marina Verenich (RUS) und Korey Dropkin, die ihrerseits in der ersten Runde Elena Sterns Doppel bezwungen hatten.

Keine Medaille für Tina Stürzinger im Mixed-Wettkampf

Eiskunstläuferin Tina Stürzinger verpasste hingegen eine Medaille beim ebenfalls länderübergreifenden Teamwettkampf. Zwar liess sich Teamkollege Feodosi Efremenkov (RUS) die höchste Punktzahl notieren und Stürzinger selbst erzielte das fünftbeste Resultat, aber die Eistänzer Millie Paterson/Edward Carstairs (GBR) wurden Letzte und warfen das gesamte Team damit noch auf den vierten Platz zurück.