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Kariem Hussein muss Forfait geben

Für den Thurgauer Kariem Hussein (23) ist gestern in London der Olympia-Traum geplatzt. Er muss wegen einer knöchernen Überbelastung im linken Mittelfuss auf den heutigen Start in den Vorläufen über 400 m Hürden verzichten.

Die Schmerzen im Abschlusstest in London waren zu gross für den Langhürdler, der erst seit drei Jahren ernsthaft Leichtathletik betreibt und der sich diese Saison kometenhaft verbessert hat. «Ich bin enttäuscht, leer, traurig», sagte Hussein. Seine Karriere, die erst in Schwung gekommen ist, will das grosse Hürdentalent fortsetzen. «International möchte ich einmal vorne mitmischen können», erklärte er in London. Bereits bei den EM im Juni in Helsinki hatte er mit blendender Technik verblüfft.

Dr. Kerstin Warnke, die Schweizer Olympia-Chefärztin, erklärte, der Schmerz im Knochen könne auch mit Medikamenten nicht ausgeschaltet werden. Die Verletzung sei zwar im Anfangsstadium entdeckt worden, hat aber nicht rechtzeitig ausheilen können. Der Abschlusstest unter Belastung ergab bei jedem Schlag zu starke Schmerzen. «Wir haben bis im letzten Moment alles versucht, aber die Zeit reichte nicht mehr», sagte Leistungssport-Chef Peter Haas. (Si)