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Pius Schwizer

Schweizer Springreiter verpassen Medaille knapp

Der Medaillentraum der Schweizer Springreit-Equipe ist knapp geplatzt. Steve Guerdat, Paul Estermann, Werner Muff und Pius Schwizer fehlten im Nationenpreisfinale in London zwei Punkte zu Olympia-Bronze, die sich erstmals und sensationell Saudi-Arabien holte.

Die Schweizer Springreiter-Equipe vermochte die gute Ausgangslage im Nationenpreis nicht zu nutzen. Schon nach drei Reitern und den drei Abwürfen von Werner Muff auf Kiamon stand fest, dass die Schweiz keine Medaille gewinnen würde. Nur Pius Schwizer auf Carlina gelang zum Abschluss ein fehlerloser Ritt.

Mit 16 Fehlerpunkten blieb den Schweizern der undankbare 4. Platz. Zwei Zähler oder ein einziger Abwurf weniger fehlte dem Schweizer Quartett zum ersehnten vierten Mannschaftsmedaillengewinn nach Silber 1924 und 2000 und Bronze 2008. Olympia-Bronze holte sich erstmals und sensationell Saudi-Arabien. Schweizer Reiter, Trainer und Funktionäre konnten ihre Enttäuschung nicht verbergen. «Das Glück stand nicht auf unserer Seite», bemerkte Equipenchef Urs Grünig. «Ein zweiter Anlauf erfolgt im Einzelfinal.»

Grossbritannien gewinnt Gold

Gold ging zur Freude der 23'000 Zuschauer im Greenwich-Park an Grossbritannien. Im Stechen setzten sich die Gastgeber gegen Holland mit drei Nullfehlerritten durch und durften sich erstmals seit 60 Jahren als Team-Olympiasieger feiern lassen.

Muff verpasst Einzelfinal

Für den Seuzacher Werner Muff sind seine ersten Olympischen Spiele vorbei. Als 33. nach drei Qualifikationsprüfungen wäre er eigentlich unter den besten 35 Reitern, die am Mittwoch die Einzelmedaillen in zwei verschiedenen GP-Kursen unter sich ausmachen. Da aber maximal drei Reiter pro Land teilnehmen dürfen und Schwizer, Guerdat und Estermann mit insgesamt acht Punkten ex-aequo den 11. Qualifikationsrang belegen, scheidet Muff aus. Der Einzelfinal, für den der überragende Engländer Nick Skelton mit Big Star als Kronfavorit gilt, beginnt wieder bei null Punkten. (Text: Si)